TV 1865 Kraiburg - Hauptverein

Chronik

Zur Geschichte

Vereine, im besonderen Maße Sportvereine, haben eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Dasklingt nach einer Binsenweisheit, aber: Nirgendwo sonst schließen sich die unterschiedlichsten Personen und Gruppen zusammen, um einen gemeinsamen Zweck zu verfolgen, nirgendwo sonst funktioniert die Integration so nachhaltigwie im Sport.

Die ersten Sportvereine wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegründet. Damals waren sie davon geprägt, dass sich ihre Mitglieder nicht auf eine Sportart festlegten. Dem Turnen an Geräten oder dem Ballspiel wurde gleichermaßen zugesprochen. Geselligkeit war damals wie heute ein wichtiges Anliegen.

Ein Lokalverein wie der TV Kraiburg war und ist als Kulturfaktor mit dem Wohl und Wehe der politischen Gemeinde eng verbunden. Der Turnverein war Ausrichter von Festen und Umzügen, die die gesamte Bevölkerung auf die Beine brachte, hat Theaterstücke aufgeführt, Faschingsbälle und Bauernhochzeiten veranstaltet und hat vor allen Dingen den traditionellen Schäfflertanz wiederbelebt. Vieles davon ist neben dem Hauptzweck des Vereins, dem Sport, bis in die Gegenwart erhalten geblieben.

                                                                                    Anno 1870

Die frühen Jahre

Der Turnverein Kraiburg wurde im Jahre 1865 gegründet. Das war noch vor der deutschen Einigung, die erst durch das Ende des Deutsch-Französischen Krieges im Jahre 1871 vollzogen wurde. Wer weiß, ob es zu so einer frühen Vereinsgründung gekommen wäre, wenn nicht die Apothekerfamilie Lerch im Jahre 1860 nach Kraiburg gezogen wäre. Dr. Eduard Lerch, einer der Triebfedern der Gründung, wurde 1865 zum ersten 1. Vorsitzenden gewählt. Neben dem Vorsitzenden gab es im Duktus des 19. Jahrhunderts einen Schriftwart, einen Turnwart und einen Zeugwart.

Anders als heute, wo in der Gründungsversammlung auch die Satzung zu beschließen ist, wurden die Statuten des Vereins nach der Gründung ausgearbeitet bzw. vervollständigt und erst im Mai 1866 dem Magistrat des Marktes Kraiburg zur Genehmigung vorgelegt.
Die Entwicklung des Vereins in den ersten 30 Jahren war starken Schwankungen unterworfen. Der Krieg 1870/71 hatte die Mitgliederzahl dezimiert und dem Verein den anfänglichen Schwung genommen. Weitere Mitgliederverluste verzögerten das eigentlich 1890 zu feiernde "Silberne Jubiläum", das dafür umso prachtvoller im Juni 1894 nachgeholt wurde.

Unter Max Schleißheimer, der den Verein ab 1904 und über den Ersten Weltkrieg hinaus bis 1920 führte, verdoppelte sich die Mitgliederzahl. Das Turnen in Kraiburg erlebte in dieser Zeit eine echte Blüte. Die Turnstunden wurden gut und regelmäßig besucht. Das Winterturnen, das ab 1904 in der Zellner'schen Theaterhalle stattfand, erfreute sich einer zunehmenden Beliebtheit und trug dazu bei, dass sich die Leistungen der Turner deutlich verbesserten.
1909 erlebte der Schlossberg unter der Leitung des Turnwarts Willy Mitterhuber erste Turnvorführungen: Jahre später, bei der Geburtsstunde des Schlossbergturnfestes, sollte man wieder an die Tradition der Turnvorführungen auf dem Schlossberg nach den Vorbildern des Hochberg-Turnfestes in Traunstein oder des Blomberg-Turnfestes in Bad Tölz anknüpfen. Die Turner aus Kraiburg konnten bei den Gauturnfesten mit ihren Darbietungen überzeugen und ernteten großes Lob für ihre Disziplin und ihr Können.

Durch das Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs im Jahre 1900 und der einheitlichen Kodifikation des Vereinsrechts wurde das bis dahin geltende Vereinspolizeirecht abgelöst und den Vereinen die Möglichkeit gegeben, sich ins Vereinsregister eintragen zu lassen. Relativ spät, erst kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, vollzog der Turnverein 1912 mit dem Eintrag ins Vereinsregister diesen Schritt. Überhaupt war 1912 recht ereignisreich: Vom Magistrat des Marktes konnte der neue Turnplatz an der Krankenhauswiese gepachtet werden und die Faustballer schlossen sich zu einer Abteilung des Turnvereins zusammen. Der Krieg veränderte nicht nur das Kaiserreich - aus einer Monarchie wurde bekanntlich eine Republik -, er hatte auch einschneidende Auswirkungen auf das Vereinsleben.

Zwischen den Kriegen

Gebrüder Diener mit Xaver Fröhler, 1923

Der Erste Weltkrieg riss große Lücken in die Schar der Mitglieder unseres Turnvereins. Nicht nur, weil viele Mitglieder zum Militär eingezogen wurden und nur wenige unversehrt nach Hause zurückkehrten, sondern auch, weil nach den Kriegswirren für die Heimkehrer zunächst andere Dinge wichtig waren.
Max Schleißheimer wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt, wohl in der berechtigten Hoffnung, mit ihm an den Aufschwung der Vorkriegszeit anknüpfen zu können. Der Turnbetrieb wurde allmählich wieder aufgenommen, aber auch andere Sportarten, wie Fußball und Leichtathletik, traten langsam in Erscheinung und fanden Aufnahme im Turnverein. 
Schon 1920 wurde unter dem Dach des Turnvereins auf einem Teil der gemeindeeigenen Pferdemarktwiese Fußball gespielt. Was lag da näher, als eine Abteilung ins Leben zu rufen. Ab 1928 wurde dann auf dem vom Verein gekauften Turnplatz Fußball gespielt.

Ein wichtiger Schritt war die Aufnahme des Mädchenturnens im Jahre1925. Aus diesem Anlass wurden sogar die Statuten des Vereins entsprechend ergänzt. Unter dem Vorsitz und auf Vorschlag von Raimund Diener wurde 1930 wieder der Schäfflertanz aufgeführt. Seither ist der Schäfflertanz fest in den Händen des Turnvereins.
Mit der Schwimm- und Schiabteilung gesellten sich 1931 zwei weitere Sportarten dazu, 1935 folgte die Tischtennisabteilung. Im Jahr der Olympischen Spiele in Berlin, 1936, tanzten die Schäffler 40 Mal durch den Markt, zuletzt beim großen Schäfflerball in der Theaterhalle.

Dazwischen wurde 1932 das Schlossbergturnfest in einem größeren Rah-men abgehalten. Das Fest, das mehr als 60 Jahre lang zum festen Programm des kulturellen Lebens gehörte, trat an die Stelle des Waldfestes und war ein großer Erfolg. Neben turnerischen Darbietungen gab es Volksbelustigungen und ein Feuerwerk am Kalvarienberg.
In den Jahren 1936/37 gab es eine Reihe von bemerkenswerten Ereignissen: Der "Turnstadel" wurde zur Turnhalle umgebaut, die bis zu ihrem Abriss im Jahre 1975 Mittelpunkt zahlreicher sportlicher Aktivitäten war. Ebenso wurde der Bau eines Schwimmbades beschlossen und eine Faschingsveranstaltung abgehalten, von der viele Besucher noch lange schwärmten. Noch im Sommer wurde nahe der alten Innbrücke das neue Schwimmbad feierlich eröffnet.
Übrigens: Die erforderlichen Bauarbeiten wurden damals, wie auch bei späteren Baumaßnahmen (z.B. Sportheim, Sportanlagen), überwiegend von Turnvereinsmitgliedern und Gemeindebürgern als Gemeinschaftsaufgabe ehrenamtlich ausgeführt.
Die Zeit bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs verging wie im Flug. Mit Ausbruch des Krieges kam das gerade aufgeblühte Vereinsleben nach und nach zum Erliegen. Lediglich das Schlossbergturnfest konnte noch bis 1944 abgehalten werden.

Der Wiederaufbau

Weit mehr als der Erste Weltkrieg hatte der Zweite Weltkrieg den Turnverein in seiner Substanz getroffen. Der Wiederbeginn war schwierig. Es ist der Tatkraft und Entschlossenheit einiger beherzter Männer zu verdanken, dass man von der Militärregierung 1946 die Erlaubnis erhielt, den Verein weiterzuführen.
Der "unbelastete" Franz Mayr durfte als Vorstand, Schriftwart, Kassier und Turnwart in "Personalunion" erste Schritte zur Wiederherstellung eines geordneten Vereinslebens einleiten. Im gleichen Jahr musste der Verein einen herben Rückschlag durch die von der Militärregierung verfügte Beschlagnahme der Turn- und Leichtathletikgeräte hinnehmen. Sie mussten der UNRRA (United Nations Relief und Rehabilitation Administration fürZwangsarbeiter und Kriegsgefangene) im Frauenlager Waldkraiburg leih- und unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.
Trotz intensivster Bemühungen des Vereins wurden die Geräte nicht mehr zurückgestellt. Als Entschädigung erhielt der Verein nach der Währungsreform den bescheidenen Betrag von 24,96 DM. Hilfe erfuhr man schließlich durch den Bayerischen Landessportverband (BLSV), der dem Turnverein 1950 aus dem Sport-Toto einen Zuschuss von
1 000 DM zur Beschaffung von Sportgeräten gewährte.

Im Frühjahr 1947 wurde wieder mit dem Kinderturnen begonnen, Fußball und Tischtennis gespielt und die Leichtathleten besuchten die spärlich in der Region abgehaltenen Sportfeste, zu denen auch das Schlossbergturnfest gehörte.
Trotz großer Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Utensilien und der Kleidung wurde schon 1949 durch das Engagement von Xaver Fröhler der Schäfflertanz mit großem Erfolg aufgeführt. Sehr erfolgreich waren auch die Tischtennis-Damen und die Schifahrer. Bei den Vereinsmeisterschaften und bei dem 1952 veranstalteten Schispringen im Bumperhölzl - das war damals ein Großereignis - meldete ein Zeitungsreporter beachtliche Leistungen.

Die Aufwärtsentwicklung des Vereins wurde durch den Wegzug vieler Ausgebombter und fehlenden Nachwuchs bei den Fußballern getrübt. Trotz des Gewinns der inoffiziellen Herbstmeisterschaft musste die Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen werden. Erst im Jahr 1956 sollte es mit einer Wiedergründung der Abteilung und mit dem Fußballspielen erneut weitergehen.
Hier ist an den unvergessenen Reinhard Scholz zu erinnern, der sich als Abteilungsleiter Fußball bleibende Verdienste um den Verein erworben hat. Er war nicht nur ganz wesentlich an der Verlegung des Fußballplatzes an die Walch beteiligt, sondern stellte auch entscheidende Weichen fürdie Verbindung des Turnvereins zum Kreisjugendring, zum Bayerischen Fußballverband und zum BLSV.

Das 90-jährige Jubiläum wurde mit dem Auftritt der Schäffler eingeläutet. Dazu wurde der regulär erst 1956 anstehende Schäfflertanz um ein Jahr vorgezogen. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand ein Wettkampf zwischen Sportlern aus Oberösterreich und Oberbayern und natürlich das Schlossbergturnfest. Der Chronist lobte die vorbildliche Organisation der Festtage durch Thomas Hartig und seine Mitarbeiter in höchsten Tönen.
Unter der Führung von Thomas Hartig, der mit seiner Umsicht, seinen Ideen und seinem persönlichen Engagement Idealismus und Turnergeist verbreitete, ist der Verein gewachsen und hat Höhepunkte erlebt, die weit über den Burgfrieden Kraiburgs hinaus beachtet und anerkannt wurden.
Höhepunkte in dieser Zeit waren z. B. die Auftritte von bayerischen und deutschen Meistern beim Schlossbergturnfest. Unter der Ägide von ThomasHartig kam auch das kulturelle Leben nicht zu kurz. Die Turnerbälle und die Wandertage waren beliebte und kurzweilige Einrichtungen.

Anno 1955

Die erste Hälfte des "zweiten" Jahrhunderts

Anders als hundert Jahre zuvor, begann das zweite Jahrhundert mit einer Feier und der glanzvollen Weihe der neuen Vereinsfahne. Die Feier war der Auftakt zum Volksfest, das 1965 auf der Festwiese beim Unterbräu stattfand.Am Festabend, einem Samstag, gab es neben der Festrede und den üblichen Grußworten turnerische Vorführungen, Akrobatik und Kunstkraftsport im Festzelt. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Grünthaler Burschenkapelle und der Liedertafel Kraiburg. Kirchenzug, Fahnenweihe und ein Festzug durch den Markt waren die Höhepunkte des Festsonntags. 
Weitere Veranstaltungen des Jahres 1965 standen im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums: ein Volkslauf zur "Gesunderhaltung des Körpers" (Startgebühr 3 Mark) und die Bundesjugendspiele mit 110 teilnehmenden Kindern aus Kraiburg. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildete das Schlossbergturnfest. Mit dabei war die Sportuniversität Würzburg, die den Wanderpokal der Marktgemeinde gewann.

"Sportplatz", 1964

Ein Jahr später, im Jahre 1966, konnte der heutige Sportplatz u. a. mit einem Pokalturnier eingeweiht werden. Zur Begegnung mit dem VfL Waldkraiburg zählte man 2 000 Zuschauer. Bei der Erstellung des schmucken Platzes halfen die Mitglieder des Turnvereins fleißig mit und verbauten etliche Fuhren Kies aus dem Inn als Drainage. Damals war die Kiesentnahme aus dem Fluss noch erlaubt.

Mit der Eröffnung des neuen Schwimmbads 1967 lebte, wenn auch nur vorübergehend, die Schwimmabteilung wieder auf. In diese Zeit - genauer 1968 - fallen auch die Anfänge der Bergwandergruppe und der Prinzengarde.


Das Kinder- und Frauenturnen wurde durch den Bau der Schulturnhalle im Jahre 1972 befördert. Im Januar 1973 kümmerte sich Hanna Mayr um zwei Frauenturnriegen und rund 100 Kinder, die sich wöchentlich in den angebotenen Turnstunden tummelten.

Lange vor den Erfolgen von Steffi Graf und Boris Becker wurde die Tennisabteilung gegründet, die gleich nach dem Bau der Tennisplätze 1974 den Trainings- und Spielbetrieb aufnahm. Den Tennissportlern folgten ein Jahr später die Stockschützen. Die Bergwandergruppe verzeichnete 1978 unter Sepp Brandl als eine der aktivsten Abteilungen des Vereins mit der Errichtung des von Georg Jackl hergestellten Gipfelkreuzes auf dem Sonneck einen Meilenstein der besonderen Art. 

Bau der Tennisplätze 1 und 2, 1976

Bei so großer Sportbegeisterung lag es nahe, das "Kraiburger Sportzentrum" mit dem Bau eines Sportlerheims abzurunden. Unter Aufbringung aller Kräfte und mit unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden errichtete man in den "Siebzigern" nacheinander den Fußballtrainingsplatz, Tennisplätze, die Stockbahnen und als krönenden Abschluss das Sportheim. Wieder transportierten mehrere Zehntonner Kies aus dem Inn und wieder fanden sich Frauen und Männer, die sich selbstlos für ihren Verein einsetzten. So konnte 1979 das schmucke Sportheim im Rahmen einer Feierstunde seiner Bestimmung übergeben werden. Seither ist es Heimstatt und Anlaufstelle für die Sportlerfamilie. Es förderte ein neues Zusammengehörigkeitsgefühlund die Geselligkeit, allein schon durch den geregelten Gaststättenbetrieb. Versammlungen und Feste können seither im Sportheim ausgerichtet werden.
Die 70er-Jahre setzten unter den Vorständen Brandl/Kästner neue Maßstäbe für die Entwicklung des Vereins. Mit der Nutzungserlaubnis der Schulturnhalle und den Bau der Sportstätten erreichte der Sportbetrieb im Turnverein eine neue Qualität. Damit einher gingen strukturelle Veränderungen, wie die erweiterte Selbständigkeit der Abteilungen, verankert in einer neuen Satzung. 

Im Vergleich dazu verliefen die 80er-Jahre des vorigen Jahrhunderts deutlich ruhiger. Kurz vor dem 125-jährigen Jubiläum wurde die Tischtennisabteilung zum zweiten Mal gegründet. Die "dritte" Gründung der Abteilung und die Aufnahme des Spielbetriebs können wir dem Jahr vor dem 150-jährigen Bestehen des Vereins zuschreiben. 
Ein reichhaltiges Programm wurde 1990 zum 125. Geburtstag geboten. Im Rahmen einer Festwoche unter dem Motto "Volksfest des Sports" standen u. a. ein Standkonzert der Jugendblaskapelle, Vorführungen der Abteilungen, ein Damentenniswettkampf, ein Stockschießen für jedermann, ein Singen der Liedertafel im Sportheim, die "Aktion Spielmobil", ein Sommernachtstanz und ein Fußballspiel gegen die Spieler der BSG Traktor Naundorf aus der DDR auf dem Programm.

Blick auf die 1995 neu errichteten Tennisplätze 5 und 6

In den 90er-Jahren wuchs der Verein sehr rasch. Die Zahl der Mitglieder stieg auf rund 1.400 und damit auch das Sportangebot, insbesondere im Jugendbereich. Während sich Abteilungen wie Leichtathletik und die Stockschützen schwer taten, florierten Fußball und Tennis. Zwei weitere Tennisplätze wurden 1995 eingeweiht. Die Überlegungen, einen geeigneten Trainingsplatz für die Fußballer zu finden, nahmen konkrete Formen an. Der Plan, ein erworbenes Grundstück an der Umgehungsstraße in ein Trainingsgelände umzuwandeln, wurde aufgegeben, als sich eine Lösung durch Erweiterung des alten Trainingsplatzes auftat. Mit Unterstützung der Marktgemeinde konnte der Trainingsplatz in seiner heutigen Größe realisiert werden. Dazu musste die Straße zum Schwimmbad verlegt und der alte Geräteschuppen abgerissen und an anderer Stelle neu errichtet werden. Zur Einweihung des Trainingsplatzes im Jahr 2005 gab es neben einer Tombola, bei der jedes Los gewann, ein Fußballspiel zwischen dem damaligen Zweitligisten Wacker Burghausen und dem Landesligisten TSV Buchbach. Mehr als 1.200 zahlende Zuschauer wohnten dem Ereignis bei. 

Anlässlich der Trainingsplatzeinweihung 2005 bringt der damalige 1. Vorsitzende Gerhard Sperl den Spielball zu Begegnung des Landesligisten TSV Buchbach und des damaligen Zweitligisten SV Wacker Burghausen per Hubschrauber.

Der Zahn der Zeit hat überall Spuren hinterlassen. Das Sportheim mit seinen sanitären Anlagen entsprach nicht mehr dem heute erwünschten Standard. Außerdem war es zu klein geworden für die größer gewordene Zahl seiner Nutzer. Aus diesen Gründen und mit der Zuversicht, den finanziellen Kraftakt mit Hilfe der Mitglieder, der Freunde und Gönner des Vereins stemmen zu können, wurde mit der Erweiterung und Sanierung des Gebäudes begonnen. Hier können und sollen wir uns ein Wort zu Eigen machen, das unser Sportkamerad und langjähriger Begleiter des Turnvereins Eduard Kästner vor 50 Jahren in der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen geprägt und das nichts von seiner Aktualität und Bedeutung verloren hat: 

"Echter Turnergeist verlangt, sich immer wieder neue und höhere Ziele zu stecken, und nicht zurückzuschrecken vor den Mühen auf dem Weg dorthin."

Wir sind bereit, die Herausforderungen unserer Zeit anzunehmen und zu meistern. 


Werner Schreiber

 

1)Besonderer Dank an Eduard Kästner für seine Erlaubnis, seinen Beitrag in der Festschrift "100 Jahre Turnverein Kraiburg"  und die Festrede zum 125-jährigen Bestehen, teilweise wörtlich, verwenden zu dürfen.

Die Vorstände von der Gründung bis heute